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Reutlinger Krematorium
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Das Reutlinger Krematorium

Die Feuerbestattung ist im deutschen Kulturraum relativ neu - abgesehen von alten germanischen Verbrennungsritualen. Gegen den Widerstand der Kirche wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt. Vor allem Atheisten, Freidenker und Freigeistige haben in teilweise eigens dafür gegründeten Vereinen die Feuerbestattung durchgesetzt und ermöglicht. Das erste deutsche Krematorium entstand 1878 in Gotha. Das Krematorium in Reutlingen auf dem Friedhof Unter den Linden gibt es seit 1910. Die katholische Kirche hat eine Verbrennung der Leiche erst 1963 offiziell zugelassen.

Im Jahre 1999 hat die Stadt Reutlingen aufgrund der Entwicklungen im Bereich des Umweltschutzes beschlossen, eine neue Kremationsanlage am Friedhof Römerschanze zu erstellen, die zum einen die Umweltauflagen der  27. Bundes-Immissionsschutzverordnung erfüllt sowie auch der weiteren Zunahme von Einäscherungen gerecht wird. Im Januar 2002 wurde das neue Krematorium beim Friedhof Römerschanze in Betrieb genommen. Die Einäscherung selbst ist durch den Einsatz moderner Technik besonders umweltfreundlich. Die Kremation hat zudem im Gegensatz zu Erdbestattung keinerlei negative Auswirkungen auf das Erdreich und das Grundwasser.

Dank dieser Anlage können die vorgeschriebenen Abluftwerte der 27. Bundes-Immissionsschutzverordnung eingehalten, ja sogar unterschritten werden. Um dies zu erreichen, werden kontinuierlich Messungen der Schadstoffe durchgeführt und protokolliert.