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Die Alleskönner der TBR


TBR-Vize Matthias Kuster am Heckschlauch der neuen Straßenkehrmaschine

Stolz bewegt Stefan Schmid den gewaltigen Heckschlauch übers Herbstlaub, das in Nullkommanix verschwunden ist. Schmid lenkt die nagelneuen 240 Pferdestärken und findet sie schon jetzt deutlich angenehmer als ihre Vorgänger: "Die Maschine ist sehr viel leiser als die alten." Neben den Ohren des Fahrers schonen sie und eine weitere neue Kehrmaschine der TBR aber vor allem auch die Umwelt: 

"Sie sind mit die saubersten Kehrmaschinen weltweit", erläutert der stellvertretende TBR-Chef Matthias Kuster. Ein spezielles System der Abluftführung bringt die eigentliche Abluft nicht nach außen, sondern erneut zusammen mit dem Schmutz vom Boden zurück in den Schmutzbehälter. Dort wird der Feinstaub, damit meint man lungengängige Partikel der Größe von 10 Mikrometer und kleiner, zurückbehalten und schließlich als schadstoffbelasteter Abfall entsorgt. Durch diese spezielle Art der Aufnahme und Kreislaufführung der sogenannten Abluft wird erreicht, dass tatsächlich Feinstäube aus der Umgebungsluft und am Boden reduziert werden können. Selbst kleinste Feinstaubpartikel können so zu einem bestimmten Prozentsatz herausgefiltert werden.

Auch der hydrostatische Antrieb ist unter Umweltgesichtspunkten herausragend. Darunter versteht man, dass die Kehrmaschine selbst, verglichen mit herkömmlichen Straßenkehrmaschinen als „umweltfreundlich“ bezeichnet wird, da der Fahrmotor gleichzeitig als Antrieb für den Kehraufbau genutzt wird. Durch die neue Technik kommen diese Maschinen mit wesentlich weniger Wasser aus, was sich auf die Reinigungszeit und die entstehenden Entsorgungskosten niederschlägt. 

Neben den beschriebenen Kleinstpartikeln reinigen diese Alleskönner auch Straßenverunreinigungen von Baufahrzeugen wie Kies und Sand und sonstige Hinterlassenschaften wie Glasbruch, Kippen und Dosen, die heutzutage leider zu jedem Stadtbild dazugehören.

Ein weiteres Arbeitsspektrum der neuen Straßenkehrmaschinen ist die Entleerung der vielen neuen Unterflurbehälter in der Altstadt und in Betzingen mittels einer speziellen Ansaugtechnik. Die Saugtechnik ermöglicht eine einfache Entnahme des Abfalls aus den unterirdischen Behältern mit Hilfe eines am Heck angebrachten Saugschlauches. 

Schlussendlich wirken Straßenkehrmaschinen auch präventiv: Durch ihren regelmäßigen Einsatz reduziert man die Häufigkeit der Sinkkastenleerung deutlich wie auch das Wachsen von Unkraut an und auf den Gehsteigkanten.